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OMSI 2 – Test/Review

Kann OMSI 2, der Omnibussimulator den Titel seines Vorgängers als realistischste Bus-Simulation verteidigen und was ist eigentlich neu, bzw. was macht den Simulator kaufenswert? Diese Frage stellt sich vor dem Kauf des Spiels.
Nach dem Start des Spiels kann man zunächst ein Profil erstellen mit Bild, Namen und Geburtsdatum. Wer noch nicht wirklich mit OMSI vertraut ist, sollte sich danach erst einmal durch die verschiedenen Tutorials klicken. Schon hier fällt auf: OMSI macht’s anders als andere Simulatoren. Hier ist das Tutorial weder Pflichtprogramm vor dem wirklichen Spiel, noch ist es mit Synchronstimmen unterlegt. Das kann man gut finden, oder eben nicht.
Um den eigenen Traum vom Busfahren zu verwirklichen, stehen einem standartmäßig zwei Maps zur Verfügung: Das verschlafene 100-Seelen-Städtchen „Grundorf“ und der weitläufige Berliner Stadtteil Spandau.
Während man in Grundorf nur auf der Linie 76, also nur einer Linie, zwischen einem Bauernhof und dem örtlichen Krankenhaus hin und her tingeln kann, ist es einem in Spandau möglich, das Großstadt-Feeling zu erleben. Hier fahren Züge, eine Masse an Bussen, viele Leute sind auf den Straßen, der Verkehr ist hektisch… Eben all‘ das, was man von einer Großstadt erwartet. Man hat die Auswahl zwischen den Linien 130, 137, N30 und N33 — wenn man auf der Strecke nach dem 2. Juni 1991 fährt, wo wir auch schon beim wohl genialsten Feature von OMSI 2 wären: In dem Simulator ist es möglich, den Mauerfall mitzuerleben. Vor dem 2. Juni 1991 fährt man also noch andere Strecken, die dann je nach Datum vor der Mauer enden. Dem jeweiligen Jahr angepasst ist dann auch die Umgebung. Wählt man ein entsprechendes Jahr ändern sich die Straßen, die Häuser, die Landschaft — einfach alles. Hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet.
Was ebenfalls neu ist, sind die Gelenkbusse, die es erstmals seit der zweiten Version gibt. Sie funktionieren sogar größtenteils sehr gut.
Ansonsten sind es eher Kleinigkeiten, die geändert wurden: Zum Beispiel sind neue Autos hinzugekommen, die Passanten haben mehr Stimmen mit unterschiedlichen Sätzen bekommen und auch an der Performance hat sich ein bisschen was getan. Was aber geblieben ist, ist die volle Funktionsfähigkeit von so gut wie allen Schaltern in den Bussen. Ob die Fenster, die Türen, die Heizung, die Behindertenhilfe oder das IBIS: Alles lässt sich wunderbar manuell bedienen. An der Stelle zeigt sich schon der Anspruch: OMSI will wirklich realistisch sein, und das gelingt auch größtenteils. Gleichzeitig bietet das Spiel dem Anfänger aber auch viele Hilfen.
Ebenfalls positiv am Spiel ist die Abwärtskompatibilität. Alle bisher erstellten Fahrzeuge und Strecken sind in OMSI 1 und OMSI 2 nutzbar.
Soweit zu den erfreulichen Eigenschaften des Spiels. Leider ist OMSI 2 aber fürchterlich verbuggt. Die Menschen laufen teilweise knietief in der Straße oder schweben, das Gelenk des Busses schlägt dauerhaft zu Seite aus, der Bus fängt mitten auf der Fahrt plötzlich fürchterlich an zu hüpfen, öfters stürzt das Spiel ab, besonders intelligent ist der KI-Verkehr leider nicht, trotz Abwärtskompatibilität funktionieren einige Addons nicht….
Die Mängelliste ist lang — zu lang. Es wirkt ein bisschen so, als sei das Spiel unfertig auf den Markt geworfen worden, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Verhalten, was man bisher eher von Konkurrierenden Firmen kannte.
Am Ende hilft wahrscheinlich nur: Warten bis zum nächsten Patch, mit dem dann hoffentlich die Bugs gefixt werden. Auf Facebook äußerte sich die Entwicklerfirma übrigens zu den unangenehmen Fehlern des Spiels: Man sei bemüht sie zu fixen, habe aber Probleme damit, sie zu reproduzieren, weil sie bis dato noch nicht aufgetaucht seien.

Computer-Tipps Folge #92

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